Nach einer ersten repräsentativen Stichprobe bei 150 GMS Kunden im Mai dieses Jahres, wiederholte der GMS Verbund die Befragung zur Umsatzentwicklung für den Zeitraum von Januar bis September 2020 im Vergleich zum Vorjahr. Dabei konnten die guten Ergebnisse der ersten Erhebung bestätigt werden, jedoch mit deutlichen Unterschieden in den einzelnen Fachgruppen und Geschäftslagen.
Köln, 06.11.2020 – Im Rahmen einer Pressekonferenz der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) Ende August 2020 in Düsseldorf, wurden die aufgelaufenen Umsätze im Schuhfachhandel im ersten Halbjahr mit minus rund 30 Prozent (2,5 statt 3,6 Milliarden Euro) beziffert. Einer repräsentativen Stichprobe des GMS Verbund, bei der der Umsatz der eigenen Fachhandelskunden im Zeitraum von Januar bis September untersucht wurde, zeigt sich mit einem Umsatzrückgang von nur 6,4 % ein deutlich besseres Ergebnis. Die Krise traf die Unternehmen dabei sehr unterschiedlich. Je nach Standort, Sortiment und Spezialisierungsgrad zeigte sich, dass kleine Geschäfte in den nicht ganz so großen Städten deutlich weniger betroffen sind als 1a Lagen in den Shopping-Metropolen. Spezialisierte Fachhändler wenige Einbußen hatten als Vollsortimenter. Als Ursache für das insgesamt bessere Abschneiden der GMS Kunden sieht der Verbund den hohen Spezialisierungsgrad sowie die enge Kundenbindung seiner überwiegend inhabergeführten Fachhändler.
Im spezialisierten modischen Fachhandel liegt der aufgelaufene Umsatz bei minus 7 %. Größere Einbußen hatten ländliche und stadnahe Vollsortimenter mit einem Umsatzminus von zusammen durchschnittlich 15,9 %. Auch das Komfortschuhsegment verzeichnete einen Rückgang des aufgelaufenen Umsatzes von 9,6 % zum Vorjahr. Sowohl die Vollsortimenter, Fachmärkte und Komfortschuhhändler der GMS zeigten sich dabei aber deutlich stabiler als der Branchenschnitt. Am meisten getroffen ist die Gruppe der innerstädtischen Geschäfte und Fachmärkte mit einem Minus von 26,5 %.
Mit einem Plus von 1,7 % zeigt sich der Kinderschuhfachhandel vom Lockdown gänzlich unberührt. Die Kundschaft bleibt dem einzelnen Kinderschuhfachgeschäft nach wie vor in hohem Maße treu. Neben kreativen Verkaufs-Lösungen während der Zeit der Schließung, zeigte sich nach Wiedereröffnung der Geschäfte ein starker Nachholbedarf, da viele Kinder ihren alten Schuhen entwachsen waren. Der Sportbereich insbesondere im Vollsortiment und im Teamsport musste mit 29 % die deutlichen Rückgänge hinnehmen. Derweil konnten Running-Händler Umsatzzuwächse von bis zu 13,5 % vermelden, da gerade seit der Zeit des Lockdown, und zeitweilig geschlossenen Fitnessstudios, das Laufen einen neuen Boom erlebte.
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