Er war Autoschlosser, LKW-Fahrer, saß auf dem Gabelstapler, verkaufte aus dem Minibus heraus Brot und Brötchen. Hans-Jürgen Waterböhr hat in seinem Leben schon so einige Jobs gemacht. Doch so verschieden die Berufe auch waren, sie zeigen: Der Mann packt an. Und was er anpackt, das wird ein Erfolg. So leitet Hans-Jürgen Waterböhr heute acht Tamaris-Stores und schreibt Umsatzzahlen in Millionenhöhe.
Köln, 21.02.2020 – Er ist ein Macher. Ein Mann, der an sich glaubt und an das, was er tut. Einer, der weiß, was er will und weiß, wie es geht. Doch nur darauf das Erfolgsgeheimnis von Hans-Jürgen Waterböhr zu reduzieren, wäre zu einfach und auch zu vorschnell. „Denn ich denke, dass zudem meine jahrelange Erfahrung im Handel und in der Welt der Mode stark ausschlaggebend dafür ist, wo ich heute beruflich stehe”, sagt Hans-Jürgen Waterböhr – und dies nicht ohne einen gewissen Stolz in der Stimme. Acht Tamaris-Stores leitet der 66-Jährige – in Aachen, Bad Honnef, Bergisch Gladbach, Bonn, Düren, Eschweiler, Euskirchen und Siegburg – und sein beruflicher Werdegang zeigt, dass man auch über Umwege zum Ziel kommen kann.
„Ich bin noch zu einer Zeit groß geworden, da haben die Eltern bestimmt, was man werden soll. Und der Berufswunsch meines Vaters für mich war Autoschlosser”, erzählt Hans-Jürgen Waterböhr. So absolviert er von 1968 bis 1971 die Ausbildung, im Anschluss folgen Jobs als Gabelstapler- und als LKW-Fahrer, als Betriebsschlosser und Verkäufer in einem Backauto. Letzteres Job weckt in ihm das Verkaufstalent. „Jede Woche verkaufte ich mehr Brot, mehr Brötchen, irgendetwas schien ich also richtig zu machen”, erinnert sich Waterböhr. Er zögert daher nicht, als ein Freund ihn nach dem Grundwehrdienst zunächst in den Verkauf einer Modeschmuckfirma und er darauf 1981 das Angebot bekommt, zur Modemarke „Street One” zu wechseln. Hans-Jürgen Waterböhr: „Ich habe die Marke 23 Jahre mit aufgebaut, sie groß gemacht und zu einem Umsatz von null Euro zu zeitweise 100.000 Millionen Mark geführt.” Im Jahr 2004 beendet er jedoch die Zusammenarbeit. „Zu einen war die Textilbranche für mich an Ihre Grenzen gekommen, zum anderen standen dem Markt große Veränderungen bevor. Und auch ich hatte große Lust auf Veränderung.”
Hans-Jürgen Waterböhr beschließt, sein Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen, knüpft Kontakte zu der Worthmann Gruppe und setzt sich mit den Verantwortlichen am Firmensitz in Detmold an einen Tisch. „Zunächst waren sie skeptisch, als ich sagte, dass ich die Marke Tamaris sehr interessant finde, und zehn Läden aufmachen und sie zum Erfolg führen werde. Sie wollten nur mit Schuhfachhändler zusammenarbeiten”, erzählt Hans-Jürgen Waterböhr. Doch mit seinem Verkaufssinn, seinem Know how und seinem Willen überzeugt er. Bereits im ersten Jahr eröffnet er fünf Geschäfte (Haan, Eschweiler, Aachen, Euskirchen, Bottrop), im zweiten folgen Bergisch-Gladbach und Kaarst und Hans-Jürgen Waterböhr zeigt, dass er sich durchbeißen kann: „Vor über zehn Jahren war die Marke ‚Tamaris’ noch weitgehend unbekannt. Ich bekam daher nicht die Standorte, die ich wollte, musste mich mit zum Teil 1B-Standorten zufrieden geben.” Trotzdem lässt er sich nicht abhalten, eröffnet weitere Stores, leitet zwischenzeitlich tatsächlich mehr als 10 Geschäfte, trennt sich aber auch von einigen. „Manche Standorte haben nicht mehr zu uns gepasst. Auch dies zu erkennen, am besten frühzeitig Veränderungen herbeizuführen, zähle ich zu meinen unternehmerischen Fähigkeiten.”
Wenn man mit Hans-Jürgen Waterböhr über sich, über seine Arbeit, über seinen Werdegang redet, dann spricht man mit einem Mann, der keine großen Töne spuckt. Er ist geerdet, das Gesagte hat Hand und Fuß, so wie das Handeln. „Wir versuchen nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen, sondern konzentrieren uns auf eine Sache – Schuhe. Sie stehen im Fokus, von morgens bis abends”, erklärt Hans-Jürgen Waterböhr. Die Marke „Tamaris” beziehungsweise die Wortmann KG als Partner an seiner Seite zu wissen, gibt ihm dabei ein gutes Gefühl. „Tamaris ist eine junge, dynamische Marke mit tollen Produkten. Doch was für mich als Unternehmer ebenso wichtig ist: Tamaris beziehungsweise die Worthmann KG ist grundehrlich. Das ist in der Wirtschaft und in der Zusammenarbeit keine Selbstverständlichkeit. Und: Die Worthmann KG denkt und vor allem handelt tatsächlich partnerschaftlich. Sie holt mich als Franchisenehmer mit ins Boot, wenn es zum Beispiel um den Online-Handel geht” Um den ließe sich kein Bogen machen. Doch statt über die Konkurrenz aus dem Netz zu meckern und zu hadern, wird Hans-Jürgen Waterböhr gemeinsam mit der Worthmann Gruppe lieber selbst aktiv und berichtet: „Der Online-Handel ist einfach ein ökonomischer Wahnsinn. 24/7 Einkaufen ohne Mehrkosten. Da kann man nicht gegen ankommen, da kann man nur mitmachen. Seit vergangenem Jahr verkaufen wir daher ebenfalls online.”
Mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Hans-Jürgen Waterböhr mittlerweile und legt großen Wert darauf, ein Familienbetrieb zu sein und dies im Alltag zu leben. Dieser Aspekt zeichnet sich nicht nur durch die Mitarbeit seiner Ehefrau Barbara aus, sondern auch unsere Angestellten gehören quasi zur Familie. Wenn es um flexible Arbeitszeitmodelle geht, um mehr Zeit für die Kinder und oder Partnerschaft zu haben, wenn ein Kind unserer Angestellten krank ist, wenn es um Fortbildung geht – wir lassen unsere Angestellten nicht hängen. Wir nehmen sie ernst in ihren Anliegen, hören zu, sind füreinander da. Und: Als Chef und Chefin ist es für uns selbstverständlich, mit anzupacken. Wir wollen Vorbilder sein, für Mitarbeiter wie auch Kunden. Wir wollen Transparenz schaffen. Auch das halte ich für das Funktionieren eines Betriebes für sehr wichtig.” Dass diese Worte nicht nur leere Phrasen und Schaumschlägerei sind, zeigt sich alljährlich in den Umsatzzahlen der Waterböhr GmbH. Im Wirtschaftszeitraum 2017/2018 konnte der Umsatz erneut um eine Millionen Euro gesteigert werden, für 2018/2019 rechnet Hans-Jürgen Waterböhr mit einem ähnlichen Wachstum. „Wir gehen damit in Richtung sechs Millionen Euro Umsatz brutto.”
Sechs Tage die Woche dreht sich für Hans-Jürgen Waterböhr nahezu alles um die Firma, selbst sonntags und im Urlaub sitzen er und seine Frau oftmals am Rechner, checken Mails, kontrollieren den Lagerbestand, schicken Orderanträge raus. Die buchstäbliche Freizeit versucht sich der 66-jährige samstags zu gönnen, mit einem ausgiebigen Frühstück gemeinsam mit Frau Barbara, mit Walken und oder Fahrrad fahren, mit den drei Enkelkindern – doch einfach auch einmal etwas Ruhe, auch wenn das Herz- und Vollblut-Unternehmer manchmal schwer fällt und er schmunzelnd zugibt: „Ja, ich bin ein Macher. „Wenn ich einen Entschluss fasse, dann setze ich diesen nicht morgen, übermorgen oder in einer Woche um, sondern sofort. So habe ich das erreicht, was ich erreichen wollte. Habe jedes Jahr eine Steigerung erwirtschaftet.“
Aber Hans-Jürgen Waterböhr wäre nicht er selbst, wenn er sich auf diesem Erfolg ausruhen würde. Nein, vielmehr geht er weiter mit der Zeit. So kümmert sich eine Kölner Agentur darum, dass die Waterböhr GmbH auch in den Sozialen Medien wie Instagram und Facebook präsent ist und überdies mit innovativen Werbeaktionen wie aufgesprühten Fußspuren in der Innenstadt zu finden ist. „Wenn man überlegt, was man so gemacht hat, kommt schon Einiges zusammen”, resümiert Hans-Jürgen Waterböhr. Doch deswegen mit 66 Jahren ans Aufzuhören zu denken, kommt für den Unternehmer nicht in Frage. Schließlich hat schon Udo Jürgens gesungen: Mit 66 Jahren fängt das Leben erst so richtig an…
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